unsere besten emails
Gayinternetradio
Registrierung Stelle dich hier vor Kalender Mitgliederliste Teammitglieder Portal Zur Startseite Suche Foren FAQ Die Spielehölle Alle Boardspiele Galerie
Finanzamt Bank Rezepte Boardshop


  Gayinternetradio   


Gayinternetradio » » R.I.P. In Gedenken » Zum Tod von Artur Brauner Ein filmreifes Leben » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
Letzter Beitrag | Erster ungelesener Beitrag Druckvorschau | Thema zu Favoriten hinzufügen
Neues Thema erstellenAntwort erstellen
Zum Ende der Seite springen Zum Tod von Artur Brauner Ein filmreifes Leben Auf Facebook teilen
Autor
Beitrag « Vorheriges Thema | Nächstes Thema »
Philly Philly ist männlich
Moderator


images/avatars/avatar-63.gif

Dabei seit: 28.04.2014
Beiträge: 1.663

wBBShop:
Gekaufte Artikel: 0
Geschenke erhalten: 2
Geschenke vergeben: 4
Herkunft: Hamburg

Fragezeichen Zum Tod von Artur Brauner Ein filmreifes Leben Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zum Tod von Artur Brauner Ein filmreifes Leben Mit Karl-May-Western und Romy-Schneider-Dramen pr?gte der Produzent Artur Brauner die westdeutsche Nachkriegsunterhaltung. Am wichtigsten blieb dem Holocaust-?berlebenden aber immer die cineastische Aufarbeitung der Nazi-Zeit. Ein Nachruf von Peter Luley Produzent Artur Brauner: Massenunterhalter und Mahner Fotos In den letzten Jahrzehnten seines langen Produzenten-Lebens, im Grunde seit den Achtzigern, machte Artur Brauner, der nun mit 100 Jahren gestorben ist, nur noch Filme, die ihm thematisch am Herzen lagen: "Hitlerjunge Salomon" (1990), "Der letzte Zug" (2006) und "Wunderkinder" (2011) - allesamt Werke ?ber das Grauen des Holocausts, ?ber Schicksale in der Nazi-Zeit. Weil nicht alle die erhoffte Anerkennung fanden, weil es hier und da Querelen mit Beteiligten gab und weil er so etwas auch immer aussprach - deswegen ist Brauner in der j?ngeren Vergangenheit vor allem als nimmerm?der Mahner gegen das Vergessen und auch als streitbarer, sperriger Zeitgenosse in Erscheinung getreten. Das aber war nur eine Seite des leidenschaftlichen Unternehmers und Cineasten. Portr?t zu Brauners 100. Geburtstag Legend?rer Filmproduzent wird 100: Das Gel?bde des Artur Brauner Legend?rer Das Fundament seiner Karriere legte Brauner in den westdeutschen Nachkriegsjahren mit Unterhaltungsfilmen. Monumental-Epen wie die Fritz-Lang-Abenteuer "Der Tiger von Eschnapur" und "Das indische Grabmal" geh?ren genauso zu seinem ?ber 300 Titel umfassenden Werk wie die "Dr. Mabuse"-Reihe aus den Sechzigern und diverse Karl-May-Verfilmungen. Auch mit Heimat- und Schlagerschmonzetten verschaffte er den kriegsgebeutelten Westdeutschen Ablenkung. Der Mann mit dem Menjou-B?rtchen wurde reich, investierte im gro?en Stil in Immobilien und avancierte zur schillernden Gr??e der Berliner Society, die ihn mit dem Spitznamen "Atze" bedachte. Das war die andere Seite des Artur Brauner. Dass er das nicht als Widerspruch empfand, sondern als sich erg?nzende Teile einer Gesamtstrategie, erkl?rte er sinngem?? oft so: Er mache die Unterhaltungsfilme, um sich die anderen leisten zu k?nnen. Tats?chlich erz?hlt bereits eine seiner ersten Produktionen ein KZ-Fl?chtlingsdrama: "Morituri" von 1948 bezog eigene Erlebnisse von Brauner ein. Geboren am 1. August 1918 im polnischen Lodz als Abraham Brauner, versteckte sich der Sohn eines j?dischen Holzgro?h?ndlers w?hrend der deutschen Besatzung f?nf Jahre lang in den W?ldern Ostpolens und rettete sich. 49 Verwandte aber verlor er nach eigenen Angaben in den Konzentrationslagern der Nazis. Gleichwohl ging er, von Kindesbeinen an filmbegeistert, nach Kriegsende nicht etwa nach Hollywood, wo andere osteurop?ische Juden wie Louis B. Mayer oder die Warner Brothers die US-Traumfabrik mit aufgebaut hatten. Brauner gr?ndete stattdessen im September 1946 in Berlin mit amerikanischer Lizenz seine Produktionsfirma Central Cinema Company (CCC) - der Legende zufolge bildete ein Nerzmantel seiner Schwiegermutter in spe das Startkapital. 1949 begann er auf dem Gel?nde einer ehemaligen Giftgasfabrik in Spandau ein Filmstudio aufzubauen, das zwischenzeitlich zu den gr??ten und modernsten Deutschlands geh?rte. Im Wirtschaftswunder der F?nfzigerjahre gingen die Gesch?fte gut; Brauner f?tterte den Markt mit teilweise ?ber 15 Produktionen pro Jahr, darunter mit Kassenschlagern wie "Die Fr?hreifen" (mit Peter Kraus) und "M?dchen in Uniform" (mit Romy Schneider). Aber auch Robert Siodmaks Gerhart-Hauptmann-Adaption "Die Ratten" (mit Maria Schell und Curd J?rgens) brachte Brauner ins Kino, das Stauffenberg-Drama "Der 20. Juli" und den beeindruckenden D?rrenmatt-Film "Es geschah am helllichten Tag" mit Heinz R?hmann. "Der brave Soldat Schwejk", den Brauner ebenfalls mit R?hmann drehte, bezeichnete er sp?ter gern als seinen "vielleicht liebsten Film". 1963 z?hlte ihn der SPIEGEL, der ihm bereits 1957 eine Titelgeschichte gewidmet hatte ("Der Allein-Unterhalter"), neben dem Philosophen Ernst Bloch, den Soziologen Max Horkheimer und Theodor W. Adorno, den Bankiersfamilien Warburg und Feuchtwanger und dem Schauspieler Ernst Deutsch zu denjenigen j?dischen Pers?nlichkeiten, die in ?ffentlichkeit und Wirtschaftsleben der BRD eine herausgehobene Rolle spielten. Gro?er ?berlebensk?nstler Gleichzeitig war Brauner, der den Part des Produzenten stets mit Glamour zu verk?rpern wusste, immer wieder Gegenstand von Anekdoten, die mehr oder weniger freundlich seine Sparsamkeit und Gesch?ftst?chtigkeit illustrierten. So ist von Robert Siodmak, dem j?dischen Regie-R?ckkehrer aus Hollywood, die Einsch?tzung ?berliefert, das K?rzel CCC stehe f?r "Cahlt Ciemlich C?gerlich". Lex Barker erstritt einmal 100.000 Mark, als Brauner ihm f?r zwei Filme nur eine Gage zahlen wollte. Mit dem Siegeszug des Fernsehens aber sank allgemein der Kinoumsatz, "Papas Kino" wurde f?r tot erkl?rt, als der Neue Deutsche Film von Fassbinder und Co. die Leinw?nde eroberte. Und auch im rein kommerziellen Sektor lief es f?r Brauner nicht optimal: Als die Produktionsfirma Rialto Film (mit seinem ehemaligen Angestellten Horst Wendlandt als Herstellungsleiter) mit Edgar-Wallace-Krimis und den Karl-May-Filmen zwei Boomreihen schuf, konnte er nur bedingt daran partizipieren: Ihm fehlten die wichtigsten Rechte. Zwar versuchte er, mit der Figur des Superverbrechers "Dr. Mabuse" dagegenzuhalten und kaufte sogar Edgar Wallace' Sohn Wallace-Stoffe ab, um vom ber?hmten Namen zu profitieren. Doch der Etikettenschwindel fiel ab gegen den Kult der Konkurrenz. ?hnlich bei Karl May: Weil die Rechte an dessen Wildwest-Romanen ebenfalls bei der Rialto Film lagen, musste Brauner Motive mehrerer Romane zusammenflicken lassen ("Old Shatterhand") oder auf die Orientstoffe ("Der Schut") ausweichen. Ein der der Zeit enthobener Solit?r Als Mitte der Siebziger Brauners vielsagend betitelte Autobiografie "Mich gibt's nur einmal" erschien, hatte er den Scheitelpunkt bereits ?berschritten: Seine gro?e Zeit als Massenunterhalter war vorbei. Fortan schwebte er als der Zeit enthobener Solit?r ?ber dem hauptst?dtischen Filmbetrieb. Ein sp?ter H?hepunkt seines Produzentenschaffens folgte 1990 noch mit "Hitlerjunge Salomon". Auch wenn der von Agnieszka Holland inszenierte Film von der deutschen Auswahlkommission nicht ins Oscar-Rennen geschickt wurde, was Brauner immer wieder bitter beklagte, so gewann er doch einen Golden Globe und erfuhr gro?e internationale W?rdigung - eine Tatsache, die ihm viel bedeutete. Auch aus dem Umstand, manches und manchen ?berlebt zu haben, wusste der Familienmensch - seit 1947 mit seiner Frau Maria verheiratet und Vater von vier Kindern -, Befriedigung zu ziehen. W?hrend er sich 2007 von einem Gro?teil seines Immobilienbesitzes trennen musste, bewahrt Tochter Alice sein filmunternehmerisches Erbe CCC. Auf die Frage, was einen guten Produzenten ausmache, antwortete er 2006 in einem Interview mit der "Frankfurter Rundschau": "Dass er l?nger existiert als alle anderen." Nun ist der gro?e ?berlebensk?nstler Artur Brauner im Alter von 100 Jahren gestorben. Quelle: www.spiegel.de

Philly hat dieses Bild (verkleinerte Version) angehängt:
image-351601-860_poster_16x9-eetd-351601.jpg Image © by Philly von "http://gayinternetradio.eu"




Geschenke: Philly
Du bist nett Strauss.gif    Du bist nett Strauss

Armbanduhr Klassische blaue Saphirglas-Uhr.gif    Klassische blaue Saphirglas-Uhr


08.07.2019 14:12 Philly ist offline E-Mail an Philly senden Homepage von Philly Beiträge von Philly suchen Nehmen Sie Philly in Ihre Freundesliste auf
ForenBote ForenBote ist männlich
Foren Admin


images/avatars/avatar-156.png

Dabei seit: 04.05.2014
Beiträge: 4.449

wBBShop:
Gekaufte Artikel: 0
Geschenke erhalten: 0
Geschenke vergeben: 0
Herkunft: Gayinternetradio

Für diesen Beitrag zündeten folgende 1 User eine Kerze an: Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen






Klicken Sie hier, um eine Kerze anzuzünden !



08.07.2019 14:12 ForenBote ist online E-Mail an ForenBote senden Homepage von ForenBote Beiträge von ForenBote suchen Nehmen Sie ForenBote in Ihre Freundesliste auf
Baumstruktur | Brettstruktur
Gehe zu:
Neues Thema erstellenAntwort erstellen
Gayinternetradio » » R.I.P. In Gedenken » Zum Tod von Artur Brauner Ein filmreifes Leben

Views heute: 22.322 | Views gestern: 20.656 | Views gesamt: 29.824.041

secure-graphic.de
Board Blocks: 51.824 | Spy-/Malware: 4.504 | Bad Bot: 412 | Flooder: 0 | httpbl: 6.824
CT Security System 10.1.7 © 2006-2019 Security & GraphicArt


Impressum | Datenschutzhinweise | Cookie Richtlinie



Gayinternetradio - Installationsdatum: 27.03.2014

Seit 5 Jahre, 6 Monate und 20 Tagen online.
   Forensoftware: Burning Board 2.3.6, entwickelt von WoltLab GmbH    
Templateanpassung,Logo,Buttons,Support und Download - © 2011 Cyberstar0
Highslide JS fürs WBB von Ninn (V2.1.1)